Sotriffer Trio
Das Sotriffer Trio präsentiert Programme, die gleichermaßen Vielfalt und Tiefgang vereinen. Mit frischer Energie und ernsthafter Hingabe widmet sich das Ensemble den großen wie auch den zu Unrecht selten gespielten Werken des Repertoires – und lädt das Publikum ein, die erstaunliche Wandelbarkeit dieser außergewöhnlichen Besetzung neu zu erleben. Hier zeigt das Trio seine besondere Stärke: die Fähigkeit, musikalische Traditionen aufzubrechen, zu verbinden und mit jugendlicher Leidenschaft neu zum Leuchten zu bringen.
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Video
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Ernst von Dohnányi: Serenade Op. 10
Programme
Vorschläge für abendfüllende Programme
Streichtrio im Wandel – Dohnányi, Kodály, Weinberg & Klein
Zoltan Kodály: Intermezzo für Streichtrio
Ernö von Dohnanyi: Serenade in C Dur Op. 10
Mieczysław Weinberg: Streichtrio Op. 48
Gideon Klein: Streichtrio
Die Volksmusik war schon immer eine wesentliche Inspiration für Komponisten. In diesem Konzert zeigt sich diese reichhaltige Quelle auf unterschiedliche Arten. Während Kodály versucht eine neue Formensprache zu finden, in der er ungarische Themen verarbeitet, bezieht sich Dohnányi auf die traditionelle - von Brahms inspirierte - Ausdrucksweise, mit der er auf die gleichen Wurzeln zurückgreift.
Weinberg nutzt aufgrund seiner Lebensgeschichte viele Quellen. Moldawische, jüdische, polnische und auch russische Themen sind in seiner Musik finden. Er verarbeitet diese auf einzigartige Weise. Gideon Klein greift in seinem Trio, das in Theresienstadt kurz vor seiner Ermordung komponiert wurde, böhmische Weisen auf.
Dieses Konzert zeigt die Vielfalt Mitteleuropas und zeichnet ein kompaktes Panorama der Entwicklung des Streichtrios im 20. Jahrhundert. Die musikalische Reise führt von spätromantischer Wärme über folkloristische Impulse bis hin zu moderner Klarheit und expressiver Eindringlichkeit durch ein Jahrhundert voller kultureller Vielfalt, stilistischer Neuerfindungen und tiefgreifender historischer Erfahrungen – konzentriert, farbenreich und von großer emotionaler Spannweite.
Wiener Vielfalt – Haydn, Schubert & Beethoven
Josef Haydn: Streichtrio Nr. 7 in A Dur Hob. V/7
Ludwig van Beethoven: Streichtrio Nr. 4 c moll
Franz Schubert: Streichtrio B-Dur, D 581
Franz Schubert: Streichtriosatz B-Dur, D 471
Wien war am Anfang des 19. Jahrhunderts eine sich rasant entwickelnde, blühende Metropole. Die Kultur dieser Zeit bildet ein Spiegelbild des rasanten Wandels jener Epoche. Die klassische Ausgewogenheit Haydns, die tiefe Gefühlswelt Schuberts und der starke Wunsch nach Ausdruck und formaler Erweiterung Beethovens spiegeln sich in diesem Programm wider.
Trotz der Gemeinsamkeiten ihrer Stilistik findet doch jeder seine eigene persönliche Handschrift, die ein weites Spektrum im Klang und im Einsatz der Instrumente ermöglicht. Es zeigt sich ein lebendiger Einblick in die Vielfalt des kammermusikalischen Denkens dieser Epoche.
Bach: Goldberg Variationen
Johann Sebastian Bach: Aria mit 30 Veränderungen (Goldberg-Variationen), BWV 988 in der Fassung für Streichtrio von Dmitri Sitkovetsky
Bachs Goldberg-Variationen gehören zu den monumentalsten Schöpfungen der Musikgeschichte – ein Kosmos aus Klarheit, Erfindungsreichtum und spiritueller Tiefe. In der Fassung für Streichtrio entfaltet dieses Meisterwerk eine neue, überraschende Klanglichkeit: Die Transparenz der drei Stimmen, ihre individuellen Farben und ihr gemeinsames Atmen eröffnen einen frischen Zugang zu Bachs kontrapunktischer Kunst.
Die Aria und ihre 30 Variationen erscheinen hier zugleich vertraut und verwandelt. Die Vielfalt der musikalischen Charaktere – von virtuosen Figurationen über tänzerische Miniaturen bis zu gefassten, meditativen Momenten – gewinnt durch die streicherische Wärme neue Konturen. Das Streichtrio lässt so eine intime, kammermusikalische Perspektive entstehen, die die architektonische Meisterschaft wie auch die emotionale Weite dieses ikonischen Zyklus neu erfahrbar macht.
Maria Sotriffer
Violine
Patrizia Batik
Viola
Michael Sotriffer
Violoncello
Über uns
Maria Sotriffer
ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Zuletzt errang sie die ersten Preise bei der International Violin Competition Vaclav Huml in Zagreb 2025 und bei der Ysaÿe International Music Competition 2024 in Liège/Belgien. Für die Saison 2026/27 wurde sie von der Jeunesse Musicales Österreich, einem der größten Konzertveranstalter in Österreich, als Featured Artist ausgewählt. In diesem Rahmen wird sie im legendären Goldenen Saal des Wiener Musikvereins als Solistin mit Orchester auftreten und eine Reihe von Konzerten in ganz Österreich geben.
Als Solistin arbeitete Maria Sotriffer mit der Nordtschechischen Philharmonie, der Janáček Philharmonie Ostrava, der Camerata Musica Wien, dem Kammerorchester Traismauer, dem Ensemble Neue Streicher, der Beethoven Philharmonie Baden, dem Nouvelle Etoiles Streicherensemble Paris und der Camerata Medica Wien. Highlights der letzten Zeit sind Auftritte als Solistin im Wiener Konzerthaus, in der Victoria Hall in Genf, im Smetana Saal in Prag, im Musikverein in Wien sowie im Radiokulturhaus in Wien.
Derzeit studiert sie in der Klasse von Pavel Vernikov an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Sie ist Stipendiatin der renommierten Schweizer Lyra Stiftung und der Musikakademie Liechtenstein.
Sie spielt auf einer Violine von Franz Geissenhof - auch bekannt als der "Wiener Stradivari" - aus dem Jahre 1804.
Patrizia Batik
studierte in den Klassen von Herbert Müller und Jennifer Stumm an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Im Laufe ihres Studiums begann sie sich mit mit historischer Aufführungspraxis zu beschäftigen und studierte in diesem Feld bei Ulrike Engel.
Im Sommer 2022 war Patrizia Batik Mitglied des Schleswig-Holstein Festivalorchesters. Nach erfolgreich absolviertem Probespiel wurde sie von November 2022 bis Juli 2024 Stipendiatn der Paul-Hindemith Orchesterakademie des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Anschließend erhielt sie dort einen Zeitvertrag für Viola in der Saison 2024/25.
Patrizia Batik ist häufig als Substitutin bei Orchestern wie dem Concentus Musicus Wien, und dem Radio Symphonie Orchester Wien (RSO) u.a. tätig.
Die Kammermusik ist ein wichtiger Bestandteil ihrer musikalischen Arbeit, sie ist Mitglied und Mitgestalterin des inn.wien ensembles und der Kammermusikplatform Klangperipherie.
Michael Sotriffer
begann bereits im Alter von drei Jahren mit dem Violoncello Studium.
Beim „Grand Prize Virtuoso, International Music Competition“ erlangte er nicht nur mit dem ersten Preis, sondern wurde auch als bester Österreichischer Cellist ausgezeichnet. Außer mit seiner Schwester Maria spielt er Kammermusik in zahlreichen weiteren Besetzungen. Zu seinen Partnern gehörten unter anderem Lidia Baich und Matthias Fletzberger. Er wirkte auch bei zahlreichen Orchestern mit wie z. B. dem Jugendsinfonieorchester Wien und der Camerata con brio, dem Wiener Jeunesse Orchester und der Berlin Opera Academy. Im Herbst 2024 trat er eine Akademiestelle beim Tonkünstler-Orchester Niederösterreich an.
Als Solist wurde er mehrfach vom Kammerorchester Traismauer eingeladen. Außerdem trat er solistisch beim Schleswig-Holstein Musik Festival auf.
Er schloss sein Masterstudium an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien bei Lilia Schulz- Bayrova. Er absolvierte Meisterkurse u.a. bei David Geringas, Wen Sinn Yang, Julian Steckel und Frans Helmerson, Peter Somodari und Julia Hagen.